Kleines Nordic-Walking Lexikon
Walking - Arten: Walking ist nichts anderes als schnelles, sportliches Gehen. Im Gegensatz zum Joggen hat der Körper aber ständigen Bodenkontakt, die Gelenke der unteren Extremitäten werden also weit weniger belastet.
Power Walking ist Walking mit besonders hoher Schrittfrequenz.
Gewichts-Walking betreibt, wer die Belastung mit Hanteln oder Gewichtsmanschetten steigert. Das nennt sich dann auch Wogging.
Nordic Walking ist jene Variante des Walkings, bei der Stöcke zum Einsatz kommen. Der schnelle Lauf wird verbunden mit der Armtechnik des skandinavischen Skilanglaufs (daher "nordic"). Brust-, Schulter- und Armmuskulatur werden so intensiver trainiert. Der Sport taugt besonders für die Berge. Walkingstöcke sind kürzer als Skilanglaufstöcke. Sie verfügen über spezielle Schlaufen. Solide gefertigte Paare können 100 Euro und mehr kosten.
Muskeln: Beim Nordic Walking werden die großen Muskelgruppen der oberen und unteren Extremitäten sowie die des Rumpfes angesprochen. Die Trainingseffekte sind viel weit reichender als beim Joggen. Die Belastung lässt sich sehr individuell steuern.
Gelenke: Beim Joggen lastet im Schnitt das Fünffache des Körpergewichts auf den Gelenken. Durch den Stockeinsatz und den schonenden Fersenaufsatz beim Nordic Walking werden die Gelenke demgegenüber erheblich entlastet. Ein Teil des Gesamtgewichts liegt in dieser Bewegung auf den Armen. Es gelangt so erheblich weniger Druck auf die Knie- und Sprunggelenke sowie auf Hüfte und Bandscheibe. Das kommt Spitzensportlern ebenso zugute wie Freizeitsportlern mit Überlastungsproblemen.
Herz-Kreislauf: Bei empfohlenen Pulsbereichen von 120 bis 150 Schlägen pro Minute wirkt die Belastung bei gesunden Menschen positiv auf den Herzmuskel und das Gefäßsystem.
Die Stöcke: Die Intensität beim Nordic Walking lässt sich individuell über das Tempo und über den eher aktiven oder passiven Stockeinsatz steuern. Der senkrecht aufgesetzte Stock hat die richtige Länge, wenn der Ellenbogen einen 90-Grad-Winkel zum Oberarm einnimmt. Länge- der Ellenbogen darf keinen 90° Winkel mit dem Oberarm bilden, sondern der Unterarm soll leicht nach unten fallend sein, je kürzer die Schritte desto kürzer die Stöcke.
Stocktechnik: Der Stock wird in der Diagonaltechnik - also linkes Bein und rechter Arm vorne - in Höhe der Ferse aufgesetzt. In der Druckphase ist die Hand geschlossen. Das Hauptgewicht liegt auf der Schlaufe. Während der Schubphase öffnet sich die Hand. Der Druck bleibt weiter in der Schlaufe. Am Ende des Schubes ist die Stockspitze auf dem Boden und die Hand komplett geöffnet. In der Schwungphase wird der Arm am Körper vorbei nach vorne geführt. Die Armmuskulatur ist nun weitgehend entspannt. Am Ende fasst die Hand wieder zu und leitet erneut die Druckphase ein.
Die Beinbewegung: Auch sie ist in drei Phasen gegliedert - das Aufsetzen der Ferse, das Abrollen über den ganzen Fuß und den kräftigen Abdruck vom Ballen. Bei einer angespannten Bauch- und Gesäßmuskulatur wird das Becken Richtung Wirbelsäule geschoben. Durch die damit verbundene aufrechte Haltung verringert sich der Druck auf die Bandscheiben.